Fr. 23.10.2026 / 19:00
ISOP, DREIHACKENGASSE 2, 8020 GRAZ
Auch wenn sie aus unterschiedlichen geografischen, kulturellen und sprachlichen Hintergründen stammen, teilen Babs Gons, Sofia Jernberg, Stefan Schmitzer und Roger Robinson dieselbe transnationale, engagierte, klangorientierte und interdisziplinäre Auffassung von Poesie, Performance sowie experimenteller und avantgardistischer Musik. In seinem neuen Gedichtband space waste, der sich durch eine üppige und vielschichtige Sprache auszeichnet, setzt sich Stefan Schmitzer mit der aktuellen Umweltkrise und der Anhäufung von Abfall auseinander, indem er die Verschmutzung der Erde mit der Verbreitung von Abfall im Weltraum verknüpft. Roger Robinson, Preisträger des T.S. Eliot-Preises 2019, stellt in seiner Poesie, seiner Musik sowie in seinen Kollaborationen mit dem Fotografen Johny Pitts Fragen nach dem kulturellen Erbe und seiner Weitergabe. Außerdem schreibt er über die Erfahrung, Schwarz und britisch zu sein, den Kolonialismus und den transatlantischen Sklavenhandel. Gons, die in Holland als die „Grande Dame des Slams“ gilt, beschäftigt sich mit dem kolonialen Gedächtnis und dessen Tabus, der Geschichte der Sklaverei, dem Schwarz- und Frausein, mit dem Körper als politischem Raum, als auch – wie wie Roger Robinson – mit dem kulturellen Erbe innerhalb der Familie und zwischen den Generationen. Sofia Jernberg einer experimentellen Sängerin und Komponistin, die alle möglichen Ressourcen der Stimme auslotet und deren hybride Kompositionen musikalische Traditionen sowohl aus Afrika als auch aus dem Westen in einer ständigen Neuinterpretation miteinander vermischen.
LESUNGEN:
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- Babs Gons (Niederlande)
- Sofia Jernberg (Schweden)
- Roger Robinson (Großbritannien)
- Stefan Schmitzer (Österreich)
Moderation: Wolfgang Popp
Lesung auf Deutsch: Nancy Mensah-Offei
Dolmetscherin: Silvia Glatzhofer (Englisch)